Steckrüben: ein verkanntes Wintergemüse

Die Steckrüben erreichten Deutschland aus Skandinavien im 17. Jahrhundert. Seit dem waren diese in Notzeiten oftmals die letzte Nahrungsmittelreserve. In die Geschichte eingegangen ist der Steckrübenwinter im Ersten Weltkrieg 1916/17. Auch im Hungerwinter 1946/47 waren sie für die Ernährung vieler Menschen essenziell. Darauf lässt sich wohl zurückführen, dass die Steckrüben bei uns wenig beliebt sind. In Spanien, Italien, Frankreich, Nord- und Osteuropa sind Steckrüben jedoch ein beliebter Energiebringer.

Steckrüben sind wahrscheinlich eine Kreuzung aus Rüben und Kohlrabi. Sie enthalten neben Eiweiß, Fett, Mineralstoffen und Vitaminen auch Traubenzucker, was sie angenehm süß macht. Durch ihren hohen Wassergehalt sind sie sehr kalorienarm.

Steckrüben werden vor der Verarbeitung geschält. Anschließend werden sie in dicke Stifte oder Würfel geschnitten, mit Fett und Flüssigkeit gedünstet und nach jeweiligem Rezept weiter verarbeitet. Sie haben die Eigenschaft fast jeden Geschmack anzunehmen. Kocht man sie mit Sellerie, Kohlrabi oder Möhren entsteht das jeweilige Gemüse. Kocht man sie mit Äpfeln bekommt man aus wenigen Äpfeln viel Apfelmus.

Ein Rezept für Karottensalat mit Ingwer und Steckrüben finden Sie auf unserer Homepage im Bereich Rezepte.

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