Fernsehtipp: Weizen im Visier

Erstellt: Freitag, 14. Juni 2019 10:20

Letzten Dienstag ging die Dokumentation "Weizen im Visier" im Bayerischen Fernsehen der Frage nach weshalb Weizen, obwohl eines der wichtigsten Nahrungsmittel, einen so schlechten Ruf hat.

Im Fokus der Debatte steht das im Weizen enthaltene Gluten. Es macht als sogenanntes Klebereiweis die Semmeln schmackhaft und fluffig. Zugleich steht es im Verdacht die Weizenunverträglichkeit auszulösen. Inzwischen haben Forscher jedoch auch die sogenannten ATI und FODMAPs im Verdacht Blähbauch und Durchfall zu verursachen. Da sich viele populärwissenschaftliche Ernährungsratgeber den Weizen deshalb regelrecht verteufeln steigt die Nachfrage nach (vielfach ebenfalls industriell hergestellten und überteuerten) glutenfreien Nahrungsmitteln.

Glutenfreie Produkte sind für Patienten mit Zöliakie wichtig. Diese Patientengruppe macht jedoch nur 1% der Bevölkerung aus. Die Gruppe an Menschen, die nach dem Genuss von Weizen an Reizdarmsymptomen leiden, steigt jedoch und liegt derzeit bei rund 10% der Bevölkerung.

Auf der Suche nach den Ursachen für die steigende Anzahl an Menschen, die Weizenprodukte nicht mehr vertragen wurde in der Sendung auch der Einfluss moderner Weizensorten im Vergleich zu alten Sorten, wie unseren Laufener Landweizen beleuchtet. Nach dem Krieg und den dort erfahrenen Hungersnöten galt es vor allem den Ertrag von Weizen zu steigern. Bei diesem einseitigem streben nach immer höheren Erträgen, und der damit einhergehenden Notwendigkeit künstliche Dünge- und Pflanzenschutzmittel einzusetzen, wurden die inneren Werte außer Acht gelassen. Dies hat nun zur Folge, dass Hochleistungsweizensorten für einige Menschen nicht mehr bekömmlich ist.

Ein weiterer wichtiger Grund für die Bekömmlichkeit von Backwaren ist die Prozessführung beim Backen. Durch lange Gärzeiten werden durch Milchsäurebakterien und Hefen viele schädliche Stoffe abgebaut. In modernen Industrie-Backanlagen dauert die Gärzeit nur noch rund eine Stunde. Bei unseren handwerklich arbeitenden Bäckern sind dagegen Gärzeiten über 20 Stunden üblich.

Es lässt sich festhalten, dass das Streben unserer modernen Fastfood-Gesellschaft nach immer mehr und immer schneller nun seine Folgen zeigt. Alte Backtraditionen haben sich nicht grundlos über Jahrhunderte entwickelt. Und auch alte Getreidesorten gewinnen im Hinblick auf die steigende Problematik der Weizenunverträglichkeiten wieder an Bedeutung.

Die Sendung finden Sie in der BR-Mediathek: https://www.br.de/mediathek/video/dokthema-weizen-im-visier-lebensmittel-oder-krankmacher-av:5cf1367462ec95001a8e0ab9

Teilweise sind werden die Mehle aus unserem Laufener Landweizen von der letzten Ernte schon knapp. Der neue Weizen ist jedoch schon am wachsen!

Hier ein Überblick über unser aktuelles Angebot zum Laufener Landweizen aus eigenem Anbau:

Laufener Landweizen KörnerSpeisegetreide:

Mehltyp 405:
Das im Haushalt gebräuchlichste Mehl. Da keine Schale mehr enthalten ist hat dieses Mehl eine weiße Farbe und ist besonders fein. Sehr gute Backfähigkeit. Eignet sich gut für Kuchen und feine Backwaren

Mehltyp 550:
Gut geeignet für helles Brot, Semmeln oder Kleingebäck, das gut aufgehen soll.

Mehltyp 1050:
Dunklere Farbe, kräftigerer Geschmack. Gut geeignet für Mischbrote

 Vollkornmehl:
Vollkornmehl enthält alle Bestandteile der Körner. Neben der Schale ist das auch der Keimling. Es ist reich an Ballaststoffen.